3. Adventsonntag - Jugendmesse mit Vorstellung der FirmkandidatInnen, anschl. Pfarrcafé

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Ort: Kirche

 

Ein Weihnachtspackerl

für Menschen, die wahrscheinlich sonst keines bekommen.

Für  insgesamt 150 obdachlose Männer gibt es in den Wintermonaten Notschlafstellen,  z.B. in der Breitenfurter Straße und der Untermeidlinger Straße (ehemals U 63). Diese Einrichtungen sind vor allem für Männer, die keine sozialen Ansprüche, keine Krankenversicherung, jedenfalls aber kein Dach über dem Kopf haben. Die Caritas bemüht sich, dass sie ohne gesundheitliche Schäden über den Winter kommen können. Mit  Hilfe des „Kältetelefons“, das übrigens  ehrenamtlich besetzt ist, und dem „Kältebus“ wird verhindert, dass jemand auf der Straße erfrieren muss. Die beiden Notschlafstellen sind Teil des Winterpakets, mit der die Stadt Wien zusätzliche Plätze für die kalten Monate finanziert. Für Mag. Thomas Bock, Theologe und Sozialarbeiter, ist es ein Anliegen, dass wir diesen Menschen in ihrer tristen Situation in Würde begegnen und ihnen Achtung entgegenbringen. Den Männern, die in Einrichtungen im Pfarrgebiet Schutz gefunden haben, wollen wir eine kleine Weihnachtsfreude machen.

Wir bitten um Sachspenden für die Weihnachtspackerln, die wir dann gemeinsam  verpacken wollen. Mit folgenden Artikeln können wir kleine Freuden schenken:

Socken (40 – 45), Handschuhe, Hauben, Schokolade,  Lebkuchen, Schnitten,  usw.

Bitte nach der Messen am 9.12 und 16.12 abgeben oder während der Woche vormittags im Pfarrbüro: Auch für Geldspenden, mit denen wir entsprechendes kaufen können, sind wir dankbar. Die Wohnungsnot ist groß.

Über diese Überwinterungshilfe hinaus gibt es noch den  „Normalbetrieb“  von Notschlafstellen für Wohnungslose in Wien, die Anspruch auf Sozialleistungen haben.  Zwei Drittel sind Männer, ein Drittel sind Frauen.  Was auffällt, so Thomas Bock vom „P7- Wien Service für Wohnungslose“: die Altersgruppe von 18 – 30 ist überproportional vertreten. Die Gründe für den Verlust der Wohnung sind sehr vielfältig: Scheidung, Trennung, Todesfall, Krankheit,  Sucht – wobei Spielsucht zunimmt, Langzeitarbeitslosigkeit...  Über seine Stelle werden nach einem Gespräch die Schlafplätze in den verschieden Einrichtungen vermittelt. Dort können sie auch für längere Zeit einen Schlafplatz (tagsüber besteht keine Aufenthaltsmöglichkeit) benützen. Sein Ziel ist es, seinen entwurzelten  „Kunden“, jede Nacht ein kleines Stück Geborgenheit zu schenken.  So bilden sich oft auch Gemeinschaften und es kann gegenseitige Hilfe entstehen. Manche gehen einer geregelten Arbeit nach, die aber nicht für eine eigene Wohnung reicht.  Manche schaffen es mit Unterstützung der Wiener Wohnungslosenhilfe über Wohngemeinschaften, Übergangswohnungen wieder zu einem eigenständigen Leben zu finden.

Sorge um die Menschen am Rand der Gesellschaft:

Bei Begegnung mit einem solchen Schicksal  denke ich oft, wo wäre ich, wenn  mir das zugestoßen wäre? Was wäre dann aus mir geworden? Wie habe ich es  verdient, dass es mir vergleichsweise gut geht?  Aber, dass am Rand der Gesellschaft  zu stehen nicht heißen muss, auf Respekt und Würde verzichten zu müssen, dass das Gefühl angenommen und aufgenommen zu sein, möglich ist, beweist Woche für Woche die Caritasgemeinde und ihr Gottesdienst  am Sonntag  Abend.

Auch wenn wir jetzt in der weihnachtlichen Zeit vielleicht besonders offen sind für Nöte in unserer Umgebung, vergessen wir dies auch im Trubel des Alltags nicht!

Dies wünschen

Peter Roschger

und der Caritaskreis der Pfarre