Kenia-Partnerschaftsprojekt

Einmal war Bruder Dario zu Besuch in Österreich. Er berichtete vom Bau eines Behindertenzentrums in Lokichar im Tukanerland. Hier wird 40 Jugendlichen geholfen, die in weit entfernte "Sekundarschulen" gehen. In Katilu, eine Autostunde weiter, gibt es eine gut geführte Volksschule an der 67 Blinde, bzw. sehschwache Kinder in den normalen Schulbetrieb integriert sind. Für die drei Schlafsäle dieser Kinder wurden nun Matratzen, Moskitonetze und Decken angeschafft. Einer dieser Jungen hat letztes Schuljahr die achte Klasse mit "Sehr gutem Erfolg" beendet und besucht jetzt die Secondary. Zwei andere blinde Schüler sind derzeit in der Lehrerbildungsanstalt.

Wir haben durch unsere Spende - Photovoltaik-Anlage in Kenia statt in der Pfarre Namen Jesu - großen Anteil an diesem Projekt.

Die Kraft der Sonne nutzen

Vor nunmehr drei Jahren haben wir begonnen für eine Photovoltaikanlage der Pfarre Namen Jesu Geld zu sammeln. Wir wollen damit ein zukunftsweisendes Zeichen setzen, gerade in einer Zeit der steigenden Ölpreise. Nun haben rechtliche und technische Schwierigkeiten die Umsetzung dieses Projektes auf den eignen Dächern so erschwert, dass wir uns um eine Alternative umgesehen haben.

Und wir sind fündig geworden!

Der Entwicklungshilfeclub ist auf der Suche nach Sponsoren für eine PV-Anlage auf einer Schule in Kenia. Zur Zeit wird in dieser Schule elektrische Energie aus Diesel gewonnen. Diesel ist aber sehr teuer und das Geld könnte besser für die Ernährung der Schüler verwendet werden. Die Kraft der Sonne soll diesen Kindern nun Strom liefern, dafür benötigen sie aber eine Photovoltaikanlage. Die Kosten von € 2.800,- haben wir bereits auf unserem PV-Konto angespart und so hat sich das PV-Projektteam kurzerhand entschlossen die PV-Anlage der Pfarre Namen Jesu auf einem Schuldach in Kenia installieren zu lassen. Auch wenn wir dieses Zeichen einer nachhaltigen Energienutzung nicht auf dem eigenen Dach bewundern können, finden wir diese Entscheidung doch sehr sinnvoll. Da wir den Projektpartner aus Kenia, der im Sommer in Österreich auf Besuch war, kennen lernen konnten, dürfen wir uns auf Bilder freuen, sobald die Anlage fertig installiert ist. Wer Lust hat, ist auch eingeladen, die Anlage selbst einmal zu besuchen.

Information im Pfarrbüro.

Gefeiert, nicht beschnitten

Die Pokot im Nordwesten Kenias verstümmeln Madchen die Genitalien, um sie mit diesem Akt „zur Frau zu machen".
Doch nun regt sich Widerstand. Zur qualvollen Tradition gibt es heute eine schmerzlose Alternative: ein feierliches Ritual, das gleichzeitig ein Manifest gegen die Verstümmelung ist.

Chepareria, Nordwestkenia, fünfter Dezember.
Es ist Trockenzeit und die Jacarandabäume sind mit zarten rosa Blüten übersät. Die Sonne brennt bereits am Himmel, als die 15-jährige Susan Chebet frühmorgens erwacht, sich wäscht und anschließend im Wohnheim der Schule mit ihren Freundinnen frühstückt.
Für Susan und die anderen Madchen ist heute ein ganz besonderer Tag: Sie nehmen Abschied von ihrer Kindheit. Am Abend werden sie Frauen sein.
Anders als für ihre Mutter ist der Beginn des neuen Lebensabschnittes nicht mit den Schmerzen einer Beschneidung verbunden, wie sie bei den Pokot Tradition ist. Susan und 155 weitere Mädchen feiern diesen Moment mit einem Fest.